Archiv der Kategorie 'Presse'

Skandal um Freie Universität: Millionenverlust in New York

„Ein amerikanischer Freundeskreis sollte Sponsoren für die FU Berlin anwerben – kostete aber nur viel Geld. Auch Spenden für die Sanierung des Henry-Ford-Baus wurden nach einem internen Bericht zweckentfremdet.

Die Freie Universität hat offensichtlich massive finanzielle Verluste mit ihrem Spenden-Büro in den USA gemacht. Nach einem internen Präsidiumsbericht, der dem Tagesspiegel vorliegt, hat die FU seit 2003 über eine Million Euro an die „Friends of Freie Universität Berlin (FFUB)“ in New York überwiesen. Die „Freunde“ sollten für die Universität Geld in den USA einwerben. Doch der erhoffte Geldsegen für die FU fand nicht statt, heißt es in dem Bericht: „Der erwartete Rücklauf der Investitionen blieb aus.“ Von den „Freunden“ eingeworbenes Geld, überwiegend ohnehin „Kleckerbeträge“, wie aus der Uni zu hören ist, wurde vielmehr völlig von der Miete und den Personalkosten des Vereins aufgefressen – am Ende musste die FU sogar ein großes Finanzloch stopfen.

Selbst die einzige Großspende – 600 000 Dollar für die Sanierung des Henry-Ford-Baus von der Max-Kade-Stiftung – ist laut dem Bericht gar nicht in Berlin angekommen, sondern in den USA ausgegeben worden. Es sei davon auszugehen, „dass die gesamte Renovierung des Henry-Ford-Baus aus Mitteln der Freien Universität bestritten wurde“, heißt es in dem Bericht. Auch habe es durch die „Friends“ und durch die zuständige Verwaltung der FU nur eine lückenhafte Dokumentation über die Verwendung der Gelder gegeben. (mehr…)

FU Berlin versenkt eine Million Euro in New York

Die Freie Universität Berlin fühlt sich den USA historisch nah – und versuchte dort von ihren Ehemaligen Spenden einzusammeln. Dazu gründete die Uni eine schicke Residenz in New York City, die nach Informationen des SPIEGEL mehr kostete als sie einbrachte. Jetzt wird die Vorzeige-Adresse dichtgemacht. (mehr…)

Neuköllner Neinsagern droht Ärger

„Vier GrundschullehrerInnen verweigern die Durchführung von „Vera“, um mehr Aufmerksamkeit für ihre Kritik an den Tests zu bekommen. Die Verwaltung droht mit Disziplinarmaßnahmen. VON ALKE WIERTH UND JOHANNES HUB

Vier LehrerInnen der Nordneuköllner Karlsgarten-Grundschule verweigern die Durchführung der Vergleichsarbeiten „Vera“. Die Senatsbildungsverwaltung hat disziplinarrechtliche Strafmaßnahmen angedroht. Die Lehrkräfte gehören zu den mehr als tausend Lehrer- und ErzieherInnen, die im April in einem offenen Brief an Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) die Vergleichstests kritisiert hatten (taz berichtete). Die Aufgaben seien so konzipiert, dass Kinder aus bildungsfernen oder eingewanderten Familien schlecht abschnitten, hieß es in dem Brief, den die Initiative „Grundschulen in sozialen Brennpunkten“ verfasst hatte. Die Initiative hatte später betont, mit dem Protestschreiben nicht zum allgemeinen Boykott der Tests aufrufen zu wollen. (mehr…)

„Pro Reli“ stört Reli-Unterricht

Sollte der Volksentscheid Erfolg haben, wäre das wohl das Aus für manchen Religionsunterricht, der bisher an Berlins Schulen erteilt wird. Denn es fehlt auf lange Sicht an qualifizierten LehrerInnen VON ALKE WIERTH

Ein „Ja“ für den Volksentscheid „Pro Reli“ könnte zu einem „Nein“ für manche der bislang erteilten Religionsunterrichte werden. Denn sollte der Gesetzentwurf, der bei dem Volksentscheid am 26. April zur Abstimmung steht, in Kraft treten, müssten nicht nur neue Lehrpläne für die dann im Rahmen des staatlichen Unterrichtsangebots erteilten Bekenntnisfächer erarbeitet werden. Es würden auch andere Anforderungen als bisher an die LehrerInnen gestellt. Beides würde Religionsgemeinschaften, die an Berliner Schulen bereits Unterricht erteilen, vor erhebliche Schwierigkeiten stellen. (mehr…)

Vom Klassenzimmer zum Wohnzimmer

Baut mit dem Konjunkturprogramm die Schulen um, fordern Experten. Doch das verbietet das Grundgesetz. VON CHRISTIAN FÜLLER

MÜNSTER taz Der Lüdinghausener Bürgermeister ist konsterniert. „Was da abläuft, ist katastrophal“, sagt Rochard Borgmann. Der Chef der Kommune im Münsterland meint die absurde Tatsache, dass der Bund mit einem Konjunkturprogramm 8,5 Milliarden Euro in die Sanierung von Schulen investieren wollte – und nun bemerkt: Es geht gar nicht, die Verfassung verbietet es. „Für den Ausbau der Ganztagsgebäude besitzt der Bund laut Grundgesetzartikel 104b gar keine Zuständigkeit“, ergänzt Markus Lehrer, Sprecher des nordrhein-westfälischen Städte- und Gemeindebundes. (mehr…)